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Sex im Judentum

Judentum – Sex in der Ehe mit göttlicher Gnade

Sex im JudentumIm Judentum wird mit dem Thema Sex recht offen umgegangen, zumindest wenn es sich um den Fortpflanzungsprozess in der Ehe handelt. Vor der Ehe wird Sex im Judentum in keiner Weise gestattet und gilt ebenso wie der Hang zur Homosexualität als schwere Sünde. So ist Männern genauso wenig das Tragen von Frauenkleidung gestattet, wie Frauen das Tragen von Männerkleidung[1]. In der Ehe hingegen wird Sex im Judentum als Prozess der Fortpflanzung gesehen, in dem beiden Partnern göttliche Gnade zuteil wird. Der Geschlechtsverkehr soll niemals aus reiner Befriedigung des eigenen Triebes vollzogen werden.


Sex im Judentum – die Frau soll begehrt werden

Im Judentum wird den Männern aufgezeigt, wie sie sich gegenüber ihrer Frau beim Sex verhalten sollen. So darf sich die Frau niemals als reines Objekt der Lust sehen, vielmehr soll der Mann durch sanfte Gespräche die Lust und die Begierde wecken. Zu keiner Zeit darf Sex ohne Einwilligung der Frau vollzogen werden. Die ganze Aufmerksamkeit soll der Partnerin gelten. Das ist notwendig, um die Heiligkeit des Aktes nicht zu mindern [2]. Sex im Judentum spielt eine entscheidende Rolle, es ist die Erfüllung eines göttlichen Gebotes und soll daher immer nur mit Einfühlungsvermögen und Respekt vollzogen werden.


Verhütung und Bräuche im Judentum

Sex im JudentumIm Judentum ist die Verhütung allein zur Familienplanung erlaubt. Allerdings werden sämtliche Verhütungsmethoden, in denen der Samen des Mannes abgetötet wird, ausgeschlossen. Auch Kondome sind bei streng gläubigen Juden, die sich in einer Ehe befinden und keinen Sex mit anderen Partnern haben, nicht gerne gesehen. Die Pille hingegen wird als Verhütungsmaßnahme akzeptiert. Nach alten Überlieferungen wurden Ehebruch und Vergewaltigung mit dem Tod vergolten [3]. Hatte ein Mann vor der Ehe Sex mit einer Jungfrau, so musste er eine Strafe zahlen und durfte sich sein Leben lang nicht mehr von ihr trennen. Vermutlich hatte dies aber auch wirtschaftliche Hintergründe, denn eine entjungferte Frau hatte auf dem Markt keinen Wert mehr. Die Beschneidung von Jungen ist auch heute noch eine Selbstverständlichkeit und gilt als Zeichen des Bundes mit Gott.


Die Stellung der Frau im Judentum

Sex während der Monatsblutung einer Frau ist verboten. Im Judentum wird Tod mit Unreinheit verbunden, somit gilt auch das Absterben einer Eizelle bei der Frau als unrein. Aus alten Überlieferungen lässt sich erkennen, dass die Frau dem Mann untergeordnet ist. Sie war lange Zeit nur für die Kindererziehung und den Haushalt zuständig, in Synagogen gab es sogar separate Frauen- und Männerbereiche. Erst im 19. Jahrhundert ergriffen Jüdinnen im Zuge der Emanzipationsbewegung auch Berufe außerhalb des Haushaltes. Frauenbereiche in Synagogen wurden teilweise aufgehoben.


[1] 5. Moses 22,5


[2] Die Konzeption des Messias bei Maimonides und die frühmittelalterliche islamische Philosophie von Francesca Yardenit Albertini S.158 Vers 110

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