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Sex im Hinduismus

Sex im Hinduismus – Vereinigung zum Urwesen

Sex im HinduismusDer Sex hat im Hinduismus eine große Bedeutung. Er ist nicht nur die Kraft, die während der Fortpflanzung den göttlichen Kontakt herstellt, vielmehr gilt Sexualität als Quelle der spirituellen Energie. Der Grundgedanke ist, dass die Menschen aus der Teilung eines Urwesens entstanden sind. Im Hinduismus heißt es, dass durch den Sex vorübergehend wieder die ursprüngliche Einheit gebildet werden kann. Somit sind zumindest beim Sex Mann und Frau im Hinduismus gleichwertig zu betrachten. Die Frau darf im Hinduismus vor der Ehe keinen Sex haben. Für den Mann hingegen gilt außerehelicher Sex als normal.


Die drei Lebensphasen eines Mannes im Hinduismus

Um die vier Existenzziele, u. a. die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten, im Hinduismus zu erreichen, muss ein Mann verschiedene Phasen durchleben. In der ersten Phase lebt der sogenannte Asket enthaltsam ohne jegliche Form von Sex. In dieser Zeit soll die ganze Konzentration auf der Religionslehre beruhen. Danach gründet er als Oberhaupt eine Familie. Für diese Phase wurde im Hinduismus das Kamasutra entwickelt. Durch den Sex in der Ehe soll die Harmonie erhalten bleiben. Ist der Erhalt der Familie durch Enkelkinder gesichert, so zieht sich der Mann zurück und lebt als Einsiedler. Die Frau bleibt bei der Familie. Somit ist der Verzicht auf Sex und das Kamasutra kein Gegensatz, sondern vielmehr eine Ergänzung, die zur Erreichung der Lebensziele notwendig ist.


Sex im Hinduismus – die Rolle der Frau

Sex im Hinduismus

Während beim Sex im Hinduismus Mann und Frau gleichgestellt sind, spielt die Frau im Alltag eine stark untergeordnete Rolle. Früher wurden als Ausdruck für die Wertlosigkeit der Frauen sogar Witwen verbrannt[1]. Frauen werden verheiratet, ohne selbst eine Entscheidung diesbezüglich treffen zu dürfen. In manchen fortschrittlichen Familien bedarf es heute immerhin nur noch der Einwilligung der Eltern zur Hochzeit [2]. Die Jungfräulichkeit ist Voraussetzung für eine Hochzeit im Hinduismus, andernfalls steht es dem Mann sogar frei, die Ehe wieder aufzulösen. Bleibt eine Frau kinderlos, so steht dem Mann auch heute noch eine Zweitfrau zu.


Bräuche im Hinduismus

Während früher die Polygamie weit verbreitet war, ist mittlerweile die Eheschließung mit nur einer Frau der Normalfall im Hinduismus. Homosexualität wird nicht offen ausgelebt, obgleich es einige Überlieferungen von homosexuellen Göttergeschichten gibt. Männer können auch Sex mit Hijras, Personen des dritten Geschlechts, haben. Es sind Männer, die sich weder als Mann noch als Frau sehen. Sowohl der Verhütung als auch der Abtreibung steht man offen gegenüber. Seitdem durch medizinischen Fortschritt heutzutage in der Schwangerschaft früh erkannt wird, um welches Geschlecht es sich handelt, hat die Tötung von neugeborenen Mädchen stark nachgelassen. So wird auf Wunsch der Fötus auf legale Weise abgetrieben. Denn auch heute ist die Geburt eines Mädchens immer noch nicht gerne gesehen.


[1] [2] Praxishandbuch Indien: Wie Sie Ihr Indiengeschäft erfolgreich managen von Manuel Vermeer und Clas Neumann S. 88/89

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