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Beschneidung bei der Frau

Was ist die Beschneidung der Frau?

Beschneidung bei der FrauBei der Beschneidung der Frau werden die äußeren Geschlechtsorgane zum Teil oder sogar vollkommen entfernt. Entweder es wird „nur“ die Klitoris abgeschnitten, in der Regel aber auch die inneren Schamlippen. Bei einem anderen Verfahren werden zusätzlich auch die äußeren Schamlippen amputiert und die Scheide wird, bis auf eine kleine Öffnung zum Urinieren, vollkommen zugenäht. Sex oder geschweige denn eine Entbindung ist so nicht möglich, hierzu muss die Naht wieder geöffnet werden. In den betroffenen Ländern müssen die Frauen diese Operationen in der Regel ohne Narkose und bei unhygienischen Bedingungen erleben. Die komplette Entfernung der Schamlippen und das Zunähen der Scheide (Infibulation) findet im Sudan, in Somalia, in Mali und jeweils rund um die Landesgrenzen dieser Länder statt. So sind auch ein Teil Ägyptens, Nigers und Äthopiens betroffen. Die Entfernung der kleinen Schamlippen und der Klitoris wird in weit mehr Ländern vorgenommen. Dazu gehören unter anderem der Jemen und der Oman, Ägypten, Nigeria, Tschad, ein Teil des Iraks und die Elfenbeinküste. Es sind aber auch Mädchen und Frauen in Deutschland von der Beschneidung der Frau betroffen.


Tradition der Beschneidung der Frau

Hierzulande wird die Beschneidung der Frau als schlimmes Verbrechen geahndet – in anderen Ländern ist diese Tradition jedoch noch immer Gang und Gebe. Im Koran oder in der Bibel sind keine Erklärungen für diesen Akt zu finden, die jeweiligen Gründe für diese Verstümmelung hängen davon ab, wo die Beschneidung der Frau stattfindet und unterscheiden sich je nach Religion. Meistens hat der Eingriff damit zu tun, dass bis zur Hochzeitsnacht die Jungfräulichkeit und damit die Ehre der Frau erhalten bleiben soll. Andere Mythen besagen, diese Operation sollte die Fruchtbarkeit der Frau erhöhen. In vielen Ländern ist die Beschneidung der Frau Voraussetzung dafür, dass sie heiraten darf, da sie sonst keinen Mann finden würde.  In Afrika ist einer der Gründe, die Frau in das Erwachsenenalter einzuführen und mit der Beschneidung der Frau zu beweisen, dass sie stark sein kann. Ebenso ist es möglich, dass die Frauen beschnitten werden, damit durch die Enge der Vagina der Mann letztlich mehr Spaß am Sex hat. Daneben gibt es zahlreiche weitere Rechtfertigungen für die weibliche Beschneidung – manche Stämme glauben, die weiblichen Geschlechtsorgane wären unrein oder sogar, der Mann könne bei Berührung der Klitoris sterben.

 

Vor- und Nachteile der Beschneidung der Frau

Es gibt keine Vorteile für die Frau, die sich aus der Beschneidung der Frau ergeben. Lediglich könnte man es als Vorteil betrachten, dass die Frau in ihrem Land oder in ihrem Stamm dadurch einen gewissen Status erlangt und als vollwertige Frau wahrgenommen wird, denn ohne die Beschneidung muss sie den sozialen Abstieg befürchten. Körperlich ist die Beschneidung der Frau jedoch ein Akt, der nicht zu rechtfertigen ist. Es kommt sehr häufig zu schlimmen Infektionen und nicht selten sogar zum Tod der Mädchen und Frauen. Neben den körperlichen Problemen kommen oftmals psychische Schädigungen hinzu. Sex kann nach der Beschneidung der Frau nur noch eingeschränkt genossen werden, zudem wird den Frauen durch diesen Akt schon im jungen Alter klargemacht, dass ihre Geschlechtsorgane „schlecht“ und „schmutzig“ sind.


Beschneidung der Frau – Religion und Medizin

Im Grunde hat es nur selten religiöse Gründe, dass Frauen sich der Beschneidung unterziehen müssen. Vielmehr spielen Traditionen und ein falsches Verständnis des weiblichen Körpers die größte Rolle bei der Beschneidung der Frau. Medizinisch ist die Beschneidung ein Akt der Verstümmelung, der viele Komplikationen und Risiken mit sich bringt. Frauen verbluten immer wieder an den Folgen der Beschneidung oder leiden ihr Leben lang unter Beschwerden. Dazu gehören Probleme beim Wasserlassen, Schmerzen beim Sex, Narben und Abszesse, Verletzungen der Harnröhre und vieles mehr. Einige Frauen sind aufgrund der Beschneidung unfruchtbar, zudem ist durch die mangelnde Hygiene bei dem Eingriff eine Ansteckung mit HIV begünstigt.

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